Märker's Welt

Warum Michaela nicht SCHULD ist…

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Michaela

Michaela

Leider muss ich mich wieder mal aufregen. Wie im Artikel zum Thema –Entschuldigen
geht es um den gedankenlosen Umgang mit unserem meist genutzten Kommunikationsmittel: der Sprache.

„Dezember, Januar, Februar, März, April und Juni waren sehr trockene Monate. Der Juli hingegen ist bislang sehr regenreich. Schuld daran ist Tief „Michaela“. Wird es am Sonntag beim Finale mitspielen?“

So lautet eine Schlagzeile einer großen deutschen Zeitung. Eigentlich sollte man von
studierten Journalisten einen wenigstens sinnhaften Umgang mit Worten erwarten, wenn schon wieder Mangels Einfallsreichtums ein inhaltliches Loch gefüllt wird. ( Über das Wetter kann immer geredet werden, denn es gibt ja schließlich jeden Tag welches. )

Aber nein, nach einer trockenen Aufzählung von Monaten und einer verwässerten Aussage kommt…

kleine Unterbrechung:

an dieser Stelle möchte sich der geneigte Leser sein eigenes Bild von den Wetterdaten machen. Im Wetterkontor findet man prima geordnet Statistiken mit vielen Orten an denen Temperaturen und Niederschlagsmengen gemessen werden. Nehmen wir den Frühling 2014 bezüglich der genannten Trockenheit so stimmt die Aussage an 18 Messpunkten, an 16 leider nicht. ( das Wetterkontor nimmt als Vergleichsdaten das langjährige Mittel von 1981-2010 ) 

Was der Author der Schlagzeile zum Juli schreibt, nun ja, so er aus Magdeburg oder Neuruppin kommt mag es stimmen, alle anderen Messwerte belegen eher das Gegenteil. Aber sei es drum, der örtliche Blick aus dem Fenster kann vielleicht als Erklärung für diese Aussage herhalten. ( glaube auch keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast )

Doch kommen wir nun zum eigentlichen „Aufreger„.
Wie ein „Gebiet mit niedrigerem Luftdruck gegenüber dessen großräumiger Umgebung„,
vulgär ( vulgär ist hier in seiner Bedeutung -gewöhnlich- zu sehen und nicht in der auch bezeichnenden Eigenschaft -unflätig- ) auch „Tief“ genannt,  SCHULD ( bitte unbedingt die Definition  lesen !auf sich laden kann, dass möge man mir (sinnhaft) erklären.

Das ein „typischer Druckunterschied von 10 hPa“ sich, örtlich begrenzt ( wenn auch großflächig ), BEWUSST und WIDER besseren Wissens dafür entscheidet uns in Deutschland unter Umständen das „Public Viewing“ zu versauen, will mir echt nicht in den Schädel.

Der letzte Satz der Schlagzeile, wirkt danach schon fast kindlich naiv.

„Wird es am Sonntag beim Finale mitspielen?“

Wer denn bitte ? – das Wetter ?, das Tief ? oder ES

Ich hoffe inständig:

es spielen im Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014 am Sonntag nur die Nationalmannschaften von Argentinien und Deutschland.

Sonne

Sonne

…und es darf natürlich die Sonne scheinen.

Nachtrag:
An alle Michaela’s und alle anderen Damen deren Namen in diesem Jahr für Tiefdruckgebiete verwendet werden: nicht traurig sein, ihr seid wirklich nicht SCHULD am schlechten Wetter und im nächsten Jahr sind dann auch wieder wir Jungs mit unseren Namen dran.

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