Märker's Welt

Das indische Grabmal von Joe May ( gesucht )

| 7 Kommentare

Hiermit möchten wir um die Hilfe unserer Leser bitten.

Joe May - Das indische Grabmal

Joe May – Das indische Grabmal – Cover der amerikanischen Version

1921 drehte Joe May in Woltersdorf seinen 2 teiligen Film „Das indische Grabmal„. Er bestand aus der „Sendung des Yoghi“ und “ Der Tiger von Eschnapur“ und in letztem hatte Opa Felix als Kind (wohl) eine Statistenrolle. Zum einen würden wir das gern mal prüfen/sehen, zum anderen kennen wir die Reste der Kulissenstadt am Kalksee noch. Es geht um ein kleines Stück der Familiengeschichte und wer uns kennt weis: Geschichten sind unser Steckenpferd. Also, wir sind auf der Suche nach dem „indischem Grabmal“ von Joe May von 1921 mit Conrad Veidt und Mia May  in den Hauptrollen – es ist ein Stummfilm mit Untertiteln. Das Einzige was wir bisher gefunden haben, ist eine Version aus Amerika mit englischen Untertiteln – dass suchen wir nicht. Auch die Versionen von Fritz Lang ( 1958 ) oder Richard Eichberg ( 1938 ) sind nicht Gegenstand der Suche – ausschließlich das Orginal ist das Ziel. Darum – bitte Augen und Ohren auf, vielleicht hat ja auch jemand „Connection“ zu einschlägigen Filmarchiven.

Es wäre doch eine cineastische Sensation wenn wir in absehbarer Zeit diesen Film mit der „Sippe“ schauen könnten. Ein paar echte Kinositze ( die noch der Restaurierung harren )  haben wir auch schon.

Wer sich über diesen Film und die Zeit in der er entstand  informieren möchte, dem sei das Buch “ Als Woltersdorf noch Hollywood war“  ( ISBN: 9783861550099 – (früher: 3861550091)) von Gerald Ramm empfohlen.

7 Kommentare

  1. Hallo Blitzmärker,
    wir haben nur diese englische Version und übersetzten die Texte ins Deutsche. Der Film läuft bei unserem Verschönerungsverein. Falls Du da Interesse hast?
    Noch einen schönen Feiertag
    wünscht Bernd

  2. Wie Ihr bei Eurer Recherche selbst festgestellt habt, gibt es weltweit als handelbare Dvd_Distribution nur diese amerikanische Edition. Immerhin dieses.

    Noch schlechter sieht es hier in Dld. beim „richtigen“, sprich Zelluloidfilm aus. Zwar liegen in den Bunkern des ehem. Staatlichen Filmarchivs der DDR, jetzt Bundesarchiv/Filmarchiv in Wilhelmshagen die Originalkopien (ebenso 6 noch vorhandene Teile von Joe Mays Achtteiler „Die Herrin der Welt“ von 1919 ).

    Von all diesen sind aber keine spiel- und somit leihbaren Kopien gezogen worden, so daß in unseren großen Archiven: Deutsche Kinemathek, Berlin; Deutsches Filminstitut – DIF, Wiesbaden und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung nichts vorhanden ist. Wieso nun aber in Amerika? In aller Welt wurden und werden Filme gesammelt und archiviert. Mit Sicherheit sind also in den USA auch spielbare Zelluloids zu finden. Das ganze hängt einfach mit den Rechten zusammen, die bei den Erben Joe Mays bzw. denen anderer damals Beteiligter, wie Thea von Harbou (Drehbuch) liegen und von diesen nicht freigegeben wurden.
    Sieht also schlecht aus für Euch.

    Übrigens: Aus Joe Mays riesigem Œuvre gibt es in der Kinemathek lediglich 3 (!) Filme:
    Asphalt (1929), gedreht in Neubabelsberg
    Der Mann im Keller – 2. Abenteuer des Stuart Webbs (1914), gedreht in Weißensee
    und die ersten 2 Teile von Tragödie der Liebe (1923), mit Mia May und Marlene Dietrich
    und darüberhinaus als DVD oder VHS garnichts.

    Tut mir also leid für die schlechte Nachricht.

    Trotzdem liebe Grüße
    Norbert Kuhn –
    Filmvorführer – Das fliegende Kino Lokomotive P. (Berlin, Prenzlauer Berg)

    • Hallo Herr Kuhn, recht herzlichen Dank für diese reichhaltigen Informationen. Wieder einige Puzzlestücke der Geschichte zum Erhalt der Geschichte. Danke

  3. PS:
    Wir hatten das Glück, 1989 im Kino Babylon (Berlin-Ost), in dem das damalige Staatliche Filmarchiv an 2 Tagen der Woche das Programm gestaltete, sowohl Das Indische Grabmal, als auch 6 Teile von Die Herrin der Welt zu zeigen, wegen letzterem 1919 die Filmstadt Woltersdorf entstand.

  4. 2. PS:
    Habe nochmal wegen des Indischen Grabmals recherchiert:
    Das Film-Material, das die Amerikaner für ihre DVD benutzt haben, stammt aus Frankreich. Wie gesagt, gesammelt wird auf der ganzen Welt. Viele unserer Filmschätze, die in Deutschland sogar verschollen sind, findet man manchmal eben in Paris, London, Amsterdam, Prag, Moskau oder Buenos Aires

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